Ist Trampolinspringen gefährlich?

veröffentlicht am 11. Januar 2017 in Allgemein von
Ist Trampolinspringen gefährlich?

Ok, also wir wissen jetzt wie geil das Hüpfen auf dem Trampolin ist und was hier alles Tolles im Körper passiert. Positive Auswirkungen wie die Stärkung des Herz-Kreislaufsystems, eine verbesserte Haltung durch eine Kräftigung des Stützapparates oder ein gesteigerter Lymphfluss sind hier nur ein Tropfen auf den heißen Stein der positiven Auswirkungen.

Und am Besten wir fangen hier auch garnicht erst beim Kompressionsreiz und seinen Auswirkungen auf den Körper an. Hier geht es um das, was alle verschweigen und worüber niemand reden möchte. Böse Zungen meinen das Trampolinspringen ist eine Scheinwelt voller guter Laune und einem scheinheiligen magischen Schleier, der nur dafür da ist eine einzige Tatsache zu verheimlichen.

Trampolin springen ist gefährlich!

Aber wie ist es nun wirklich? Denn hier scheinen die Lager gespalten zu sein. Es scheint nur pro/kontra und schwarz/weiss zu geben. Denn während die Einen das Springen auf dem Trampolin vergöttern, warnen die Anderen vor dem Teufelsspielzeug. Wir haben uns für dich in diese dunkle Ecke der Trampolinwelt getraut um dir von der Wirklichkeit zu berichten. Wir haben recherchiert und für dich keine Gefahren gescheut um dir Wahrheit mitzubringen.

Wenn du eine kurze und knackige Antwort auf die Frage suchst ob Trampolinspringen gefährlich ist und du keine Zeit hast dich wirklich zu informieren, weil du grade in der U-Bahn sitzt und du nur noch zwei Stationen hast um die Antwort darauf zu googlen, dann ist die Antwort extra für dich aus einer recht großen Flughöhe


Ja und Nein

Klingt unbefriedigend nicht wahr? Aber so ist es eben, denn hier kommt es darauf an, wie man das Springen betreibt und grade bei den Kindern ist es wichtig, dass diese auch langsam an das Thema herangeführt werden und besonders in der Anfangszeit unter Betreuung einen verantwortungsvollen Umgang vermittelt bekommen.

Unfälle passieren regelmässig, ja das ist richtig. 90% der Unfälle beruhen aber auf einem unverantwortlichen Umgang mit dem Trampolin. Wer sich hier an ein paar wenige Regeln hält, für den lautet die Antwort auf die Frage, ob Trampolinspringen gefährlich ist ganz klar nein!

Interessant ist, dass zum Beispiel in Trampolinhallen bei denen jeder Besucher eine persönliche Sicherheitseinweisung bekommt, die Unfallrate drastisch sinkt. Warum ist das so?

Dem Springer wird mit der Thematisierung von Sicherheit auch bewusst Verantwortung gegeben, was die Achtsamkeit beim Springen steigert und so steigt auch die Bewusstheit für die eigenen Grenzen. Beim Auto fahren ist es genauso. Wer hier achtsam und seinem Können angemessen Auto fährt, der wird auch 20 Jahre Unfallfrei unterwegs sein.

In Trampolinturnvereinen zum Beispiel passieren Unfälle, die beim privaten Trampolinspringen schwere Verletzungen zur Folge haben auch deutlich seltener, obwohl hier die Ansprüche an die Sprünge deutlich höher sind. Es gibt Studien, die besagen, dass Unfälle im privaten Trampolinspringen zunehmen.

Vereinstrainer aus dem Trampolinturnbereich sind sich einig und schätzen die Häufigkeit der Verletzungen im Verein maximal als durchschnittlich ein verglichen mit verbreiteten Sportarten ein.

Was macht den Unterschied zwischen sicherem- und gefährlichen Springen?

Grade wer für seine Familie ein neues Trampolin besorgt hat, der sollte dieses nicht einfach aufbauen und seinen Kindern in den Garten stellen und fertig, sondern muss unbedingt auch den Umgang mit diesem Gerät vermitteln.

Nur eine Person auf dem Trampolin

Das klingt zwar langweilig und man möchte natürlich seinen Spass auch teilen und zusammen springen aber wer sicher springen möchte, der sollte sich beim Springen abwechseln. Der Hintergrund ist der, dass das Sprungtuch sich bei mehr als einem Druckpunkt auf einmal komplett unberechenbar verhält. Die Dynamik verteilt sich bei der jeweiligen Intensität zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf unterschiedliche Bereiche, was das Springen dann für den Springer am Ende oft nicht mehr koordinierbar macht.

Kinder sollten grade am Anfang nur unter Aufsicht springen

Kinder sind von Natur aus beneidenswert euphorisch und können sich in einem Ausmaß für Dinge begeistern, was sich mancher Erwachsener nicht mehr vorstellen kann. Deswegen muss man hier die neue Trampolin-Welt im Garten auch zusammen erkunden.

Unter Aufsicht kann grade bei Kindern gewährleistet werden ob diese auch bei ihren eigenen Grenzen bleiben. Von Außen kann man oft sehr gut erkennen ob ein Kind den Bewegungsablauf beherrsch und ob auch ein Körpergefühl eine Rolle spielt oder sich das Kind nur rumwirbelt und zum Beispiel einen Salto eher zufällig glücklich landet und diesen aber eigentlich nicht beherrscht.

Sich warm springen

Das Springen auf dem Trampolin ist ein komplexer Bewegungsablauf, der einfacher aussieht, als er in Wirklichkeit ist. Beim Springen muss der Körper seine komplette Muskulatur anspannen um die Spannungsenergie des Sprungtuches in Bewegung umzuwandeln. Das sind über 600 Muskeln, was auch der Grund ist, warum man nach einer Stunde auf dem Trampolin meistens am nächsten Tag auch einen guten Muskelkater im gesamten Körper hat.

Diese muskuläre Arbeit läuft komplett unbewusst ab und muss rhythmisch auch gut vom Gehirn koordiniert werden. Wer hier seinem Gehirn Zeit gibt sich an diese Bewegungen zu gewöhnen und sich warm zu springen, der bekommt ein Gefühl für die Sprünge und seine Grenzen und springt sicher.


Achtsamkeit

Wie bei Allem im Leben ist auch beim Trampolinspringen die Konzentration und die Achtsamkeit auf die Gegenwart enorm wichtig. Wer beim Springen bei seiner Enkaufsliste ist, der knickt genauso wie im richtigen Leben um. Also sei achtsam und spring save!

Korrekte Körperhaltung

Eine grade Körperhaltung ist beim Springen das A und O. Die Muskulatur wirkt grade in der Wirbelsäule wie ein Korsett und stützt diese bei Belastungen. Wer nicht viel aktiv ist kann hier schnell zu viel des Guten machen und aus dem Muskelkater werden richtige Schmerzen und man ist erst einmal außer Gefecht. Die natürliche S-Form der Wirbelsäule entwickelt punktuell teilweise eine gute Hebelwirkung. Wer sich beim Springen einer aufrechten Körperhaltung annimmt, der wird auch langfristig seinen Spass am Springen haben und die Bandscheiben werden es danken.


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